1 + 1 > 2? - Wie Stiftungen Kooperation fördern können - Lisa-Maria Sommer-Fein (MEGA Bildungsstiftung)
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Lisa-Maria Sommer-Fein, Generalsekretärin der MEGA Bildungsstiftung, über die Kraft von Kooperationen im Bildungs- und Innovationsbereich. Lisa-Maria zeichnet ihren persönlichen Weg in den Bildungssektor und erläutert, welche Rolle Stiftungen im österreichischen Ökosystem sozialer Innovation spielen und warum ihre Wirkung weit über reine Förderungen hinausgeht. Außerdem diskutieren wir, wie unterschiedliche Akteur:innen erfolgreich zusammenarbeiten können, welche Herausforderungen dabei entstehen und welches Potenzial sowohl Sozialunternehmer:innen als auch Stiftungen künftig noch stärker nutzen sollten. Ein spannender Einblick in die Schnittstelle von Bildung, Innovation und gesellschaftlicher Wirkung.
Die angesprochene Folge mit Rosa Bergmann von der Hobby Lobby findet ihr hier.
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00:00:05: Die Summe aus eins und eins ist größer als zwei.
00:00:11: Das ist durchaus eine Herausforderung!
00:00:13: Ich halte es für zentral, das ist passiert.
00:00:15: Und ich glaube auch dass das gemeinsame Verständnis für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und die unterschiedliche Realitäten total gewinnbrinnend ist.
00:00:22: um in die Kooperation zu kommen Der Kuchen ist immer noch viel zu klein für die Bildungswelt.
00:00:30: Schauen wir uns gemeinsam an wie wir ihn am besten bespielen.
00:00:44: Herzlich willkommen zurück zu Inside Impact.
00:00:47: Das ist der Podcast-Mitwirkung hier an der Wirtschaftsuniversität Wien, ja wir sind mitten in unserem Schwerpunkt zum Thema Kooperationen und geneigte Podcastheurerinnen, Geneigte podcastheurer wissen wenn wir ein Thema angehen dann machen wir das nicht alleine nein!
00:01:02: Wir holen uns tatkräftige Unterstützung ins Studio und das ist auch heute wieder der Fall.
00:01:07: bei mir ist Lisa Maria Sommerfein.
00:01:09: Lisa Maria du bist Generalsekretärin Bildungsstiftung und für Kennerinnen, sagen wir mal der Social Anti-Panagic Bubble in Wien ja auch schon lange in diesem Feld unterwegs.
00:01:21: Magst du dich kurz mal vorstellen?
00:01:22: Zuerst mal vielen Dank dass du da bist!
00:01:24: Und deinen Weg so ein bisschen skizzieren.
00:01:27: Ja vielen lieben Dank für die Einladung und ein herzliches Hallo auch von mir.
00:01:32: Wir nehmen ja auf der WU auf, da hat mein Universitätsweg auch gestartet.
00:01:37: Ich habe an der Wufolksessage studiert nicht an diesem schönen Campus sondern noch an der Alten aber es bringt immer gute Erinnerungen hoch wieder Da zurückzukehren, genau.
00:01:47: Also ich habe ursprünglich an der WU studiert auch neben bei Psychologie in der Haupt-Oni war in der erste Gruppe als Studenten-Analyst tätig und bin dann sehr schnell in den Bildungssektor gewechselt.
00:01:58: Ich hab das Zitsch für Ausstrahlerfälleprogramm absolviert, zwanzig vierzehn bis zwanzich sechzehn, d. h., Zwei Jahre in einer neuen Mittelschule unterrichtet, im zehnten Bezirk bei dem Totalerkreis statt auswärts.
00:02:09: für mich eine ganz neue Welt.
00:02:13: In Wien auf ganz unterschiedlichen Ebenen – das waren zwei total lehrreichere und prägsame Jahre Kinder- und Jugendlichen aus ganz anderen Lebensrealitäten begleiten und unterrichten zu dürfen.
00:02:26: Genau!
00:02:26: Das war den Jahr zwanzig vierzehn bis zwanzich sechzehn Und die Zeit war total lehrreich und spannend.
00:02:32: Da habe ich auch meine zwei Mitgründerinnen Julian und Nina kennengelernt, die waren Teil meiner Teacher Austria Kohorte.
00:02:38: Wir haben im Jahr zwanzig fünfzehn schon entschieden.
00:02:41: Die Kooperation zwischen uns drei Personen funktioniert so gut.
00:02:44: wir wollen gründen!
00:02:46: Und das Team gab's, bevor es die Gründungsidee gab.
00:02:49: Das heißt wir haben uns als kooperatives Team gefunden, haben die Köpfe zusammengesteckt, haben uns unterschiedliche Gründungsideen überlegt und sind dann live gegangen – wie man das so schön sagt – Mitte zwanzig sechzehn mit unserem ersten Social Impact Venture M-Top damals für unsere, dass die Antwort auf die Migrationsbewegungen, die damals voll im Gange waren ganz viele Menschen sind nach Österreich gekommen.
00:03:15: Wir haben unterrichtet an Schulen, wo Kids Migrationsgenerationen – erster, zweiter, dritte Generation waren und wir haben befunden.
00:03:21: Wir wollen dass die Kinder der Menschen, die im Jahr twenty-fünf zu zwanzig sechste nach Österreich kommen mal einen besseren Start haben werden als das was wir in den Klassen gesehen haben und das war unsere Startimpulse unserer ersten Gründung damals.
00:03:36: Das ist ein arbeitsmarkt Integrationsprogramm.
00:03:39: für Geflüchtete.
00:03:40: Das gibt es nach wie vor, wird heuer zehn Jahre alt, sag ich durchaus mit stolz und dieser Gründungs-Buried hat uns drei nicht losgelassen.
00:03:48: also wir haben dann in den Folgejahren neue Ventures mit auf den Weg gebracht und auch mit zwanzig zweiundzwanzig.
00:03:54: die Dachmarke wirkt darüber gebaut eine dachmarque die als Social Impact Venture Bilder agiert also einfach Organisationen im Sozial- und Bildungsbereich aufbaut begleitet im besten Fall systemisch verankert.
00:04:09: Daher komme ich, das hat meine letzten zehn Jahre geprägt, soziales Unternehmertum mit allen Höhen und Tiefen genauer.
00:04:17: Und letztes Jahr hat sich dann die Möglichkeit aufgetan meinen Standort, meine Perspektive zu wechseln.
00:04:24: Und seit Mitte Oktober zwanzigfünfundzwanzig darf ich die Megabildungsstiftung als Generalsekretärin leiten.
00:04:32: Sehr schön!
00:04:33: Also... in sehr kurzer Zeit sehr viel reingepackt, was denn da alles passiert ist.
00:04:39: Dennoch, was man so ein bisschen raushört, ist diese Schnittstelle Bildung, Innovation und Wirkung.
00:04:46: Was ist da das Spannende für dich?
00:04:48: Oder warum ist es das, was du vielleicht auch am brennendsten siehst oder am wichtigsten?
00:04:53: Es sind ganz unterschiedliche Aspekte.
00:04:56: Bildung ist für mich ein Sektor, ein Handlungsfeld der uns alle betrifft.
00:05:01: Jeder von uns war mal in der Schule, lebenslanges Lernen ist glaube ich ganz wichtig um und auch in dieser schnelllebigen, agilen Welt irgendwie bald zu bleiben.
00:05:10: Also Bildung betrifft uns alle und Bildung hat einen wahnsinnigen Hebel.
00:05:15: Bildung wird in Österreich immer noch vererbt.
00:05:17: wir haben ein Bildungssystem das Chancen Ungerechtigkeit verstärkt.
00:05:22: Das heißt da liegt wahnsinnig viel Potenzial im Bildungssektor.
00:05:26: einfach die Menschen zudem zu machen, was sie sein können.
00:05:31: Aus ihnen das Beste rauszuholen und damit einerseits an Lebensqualität und Selbstbestimmung für jede Einzelperson als Wirtschaftsstandort zu florieren.
00:05:39: wenn wir einfach Menschen haben, die wissen, was Sie gut können und vieles gut können um das auch im Arbeitsmarkt zu verankern.
00:05:46: Und in Summe ist es ein folgwirtschaftlicher Garant für einen florierenden Standort.
00:05:52: Deshalb fasziniert mich der Bildungsbereich und wir reden nicht mehr von großen Systemen.
00:05:56: Letztendlich ist jeder Bildungsweg aber doch sehr individuell und unterschiedlich, also es ist so eine individuelle Ebene ganz anders und systemisch total relevant.
00:06:06: Jetzt ist unser Bildungssystem ein Tanker groß, das ist auch herausfordernd.
00:06:12: Sechs Tausend Schulen in Österreich wenn man Bildung mal schulisch sieht.
00:06:16: Bildung ist ja vielmehr als Schule Aber sechstausend Schulen so zu orchestrieren, dass diese individuellen Bildungswege tatsächlich zu dieser florierenden Persönlichkeit werden.
00:06:25: Das ist doch eine Herausforderung aus einem System so zu gestalten das man es als System führt aber Individualität zulässt.
00:06:32: Das finde ich total spannend und Wirkung ist etwas was mich antreibt.
00:06:40: Bildung hat ganz viel Potenzial.
00:06:41: Ich glaube, da gibt es noch Luft nach oben, da Schritte zu gehen um größere Wirkung zu erzielen.
00:06:48: und ja das ist für mich die Schnittstelle.
00:06:50: Bildung als gesellschaftsrelevantes Thema dass ganz viel möglich machen kann.
00:06:55: Innovationen in ein Sektor bringen der einfach von ganz unterschiedlichen Akteuren getrieben wird auch von großen Institutionen die natürlich eine gewisse Trägheit mit sich bringen getragen wird dort Innovation reinzubringen um Stoßrichtungen zu geben, die in Richtung Wirkung gehen.
00:07:11: Das ist für mich die Schnittstelle, die es spannend
00:07:13: macht.".
00:07:14: Und eine Schnittsstelle von Individualität hin zum systemischen Tier.
00:07:18: vielleicht auch den Weg ein bisschen da auch mit skizziert?
00:07:21: Du hast gesagt, mit Heat Foster ja durchaus in Schulen gewesen, mit Schülerinnen individuell gearbeitet, hin zur Gründungsgerni bis hin jetzt mit der Mega-Bildung-Stiftung in etwas was man vielleicht einen Ökosystemaktör nennen kann.
00:07:36: Teach for Australia.
00:07:37: kurz geredet über wirkt, über die Mega auch.
00:07:40: Vielleicht trotzdem ganz kurz.
00:07:42: Mega Bildungsstiftung was ist euer Ansatz?
00:07:44: Was macht ihr da?
00:07:45: Warum braucht es die Mega Bildung Stiftung?
00:07:48: Die Mega Bildungen Stiftungen gibt's seit sechs Jahren und so.
00:07:50: Ziel ist es Bildungsinnovation in Österreich voranzutreiben.
00:07:53: Wir tun das vor allem aktuell in zwei Säulen.
00:07:56: Wir gehen aus Förderstiftungen, wir vergeben Fördergelder.
00:07:59: Untriebige Personen in der Bildungszene kennen die Mega-Bildungsmillion, die die letzten sechs Jahre stattgefunden hat.
00:08:04: Das heißt wir haben dort immer projekte gefördert im Bereich Chancenfernes und Wirtschaftsbildung.
00:08:10: Das ist die Förderungseite und die Mega bildungsstiftung macht aber auch auf der operativen Seite einiges.
00:08:16: wie verstehen uns als Netzwerknotenpunkt, als Archistrationsakteur, der einfach unterschiedliche Stakeholder zusammenbringt den unterschiedlichen Eventformaten in Veranstaltungen um Themen besprechbar zu machen und einen Bildungsdiskurs voranzutreiben.
00:08:35: Was es noch bei der MEGA gibt, ist die MEGA Academy ein Weiterbildungsprogramm oder ein Capacity-Bilding-Programm – wie man so schön sagt für unsere Portfolioprojekte.
00:08:44: in den letzten sechs Jahren sind da zwar an sich Organisationen durchgelaufen, was total schön zu sehen, wie breit das gewachsen ist.
00:08:51: Genau!
00:08:51: Das heißt, da gibt's schon ein paar Fragen, die daraus sprießen aus dem Frühlingsboden.
00:08:56: zum Thema Kooperation natürlich.
00:08:58: Vielleicht ganz kurz dazu, wenn du an dieses Wort denkst was bedeutet das für dich ganz persönlich?
00:09:03: Was ist Kooperation?
00:09:04: und ja warum ist es relevant?
00:09:06: Ich habe schon ein bisschen darüber nachgedacht in Vorbereitung auf Heuze und was mir total stark kommt ist das Bild die Summe aus eins und eins ist größer als zwei.
00:09:17: Das ist für mich Kooperationen, wenn sich unterschiedliche Personen, Akteure einem gemeinsamen Ziel verschreiben, dann entsteht da ein Momentum und eine Kraft kommt im Schwung.
00:09:29: Die Größe ist als jeder Einzelner oder in der einzelnen Akteur bewegen könnte – das ist das Schöne an Kooperationen!
00:09:34: Und gerade wenn wir über Wirkung sprechen, dann braucht es ganz viele unterschiedliche Pfade die einen Wirkungsziel bearbeiten damit hier tatsächlich was in den Schwung kommt.
00:09:46: Das bedeutet für mich Kooperatione unterschiedlicher Personen als Individuen Also Rollen in Organisationen oder auch Akteure, die sich einen gemeinsamen Ziel verschreiben und gemeinsam kooperativ in die gleiche Richtung wirken.
00:09:59: Das ist ein sehr schönes Bild!
00:10:02: Ein Bild das aber vielleicht auf den Boden zu bringen, ja nicht immer was ist was sehr einfach, was sehr leicht funktioniert.
00:10:09: In deiner Erfahrung jetzt als Gründerin habe ich es eben im Teach Foster Fellow, aber auch eben in der Bildungsstiftung.
00:10:16: Kannst du da irgendwie ein Beispiel liefern, eine Kooperation die dich vielleicht besonders geprägt
00:10:19: hat?
00:10:21: Ich hab zwei Beispiele mit.
00:10:22: Einen aus meiner Teach for Australia Zeit und eins aus meiner Zeit als Sozialunternehmerin.
00:10:26: Ich fang mit dem ersten an ausm Klassenzimmer.
00:10:28: Ich hatte einen Schüler der ist ein bisschen durchs System gefallen war mit fünfzehn in der zweiten Klasse.
00:10:34: Mittelschule war aber schon im zehnten Pflichtschuljahr.
00:10:36: es war klar ein regulären Weg wird das einem Pflicht-Schulabschluss nicht erreichen weil nach elf Schuljahren sagt das System Danke, Schulpflicht beendet.
00:10:46: Auf Wiedersehen!
00:10:49: Und der Schüler damals hat verstanden an welcher Schnittstelle er steht oder auch am welcher Solbruchstelle und hat proaktiv nach Kooperation gefragt.
00:11:01: Frau Lehrerin können Sie mir helfen?
00:11:02: Ich will einen Job nicht so leicht jemanden aus einer zweiten Klasse Mittelschule in eine Lehrstelle zu bringen.
00:11:10: Ich habe dann extra eine Leute in die Klasse eingeladen und wir haben es dann als Kooperativen Kraftakt geschafft mit Begleitung im Bewerbungsprozessen, mit Door-Openingsgesprächen bei unterschiedlichen Unternehmen.
00:11:23: Dass tatsächlich dieser Schüler aus der zweiten Klasse, also ein Fünftenerger, in einer Lehre gestartet ist – das war durchaus mit Risiken verbunden von allen Seiten.
00:11:32: Das Unternehmen hat sich gefragt, wir geben da jemanden eine Chance, der es regulär nicht geschafft hätte, geht das aus?
00:11:37: Ich habe mich dafür ausgesprochen und ich begleise diesen Schüler... War mir auch unsicher, schaffe ich das?
00:11:42: Kann nicht das.
00:11:43: Liegt es in meinem Wirkungskreis dass er das solide schafft?
00:11:48: Das ist jetzt über zehn Jahre her.
00:11:49: Er hat die Lehre abgeschlossen und den Meister gemacht steht mit Beinen im Leben Und das war von allen Seiten auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
00:11:57: Ein Beispiel für Kooperation wo's auch darum geht Dass jeder vielleicht ein bisschen aus der Komfortzone rausgeht.
00:12:03: Aber wenn alle beteiligen das machen und dieses Ziel haben diesen Schüler einen Weg zu bereiten in den Arbeitsmarkt, in die Selbstbestimmung und die Selbstständigkeit.
00:12:13: Dann hat sich das total ausgezahlt.
00:12:14: Und es ist etwas, was mich immer noch total berührt, dass man so kooperativ weichen stellen kann.
00:12:20: Das hätte ich als einzelne Person gar nicht geschafft aber mit dem richtigen Partnern an Bord war das eine total schöne und emotionale Kooperationsgeschichte für mich.
00:12:39: Genau, das ist die eine.
00:12:41: Und die andere ist auch eine Geschichte, die mir immer wieder auch zeigt, dass man oft gar nicht weiß was aus Kooperationen entstehen kann.
00:12:52: und dann ist man am Ende überrascht, dass es viel besser und größer geworden ist als man eigentlich intendiert hat.
00:12:58: Das beschreibt einen Gründungsprozess von einem wirkt Venture der geht ins Jahr zwanzig zwei und zwanzzig zurück.
00:13:04: Wie ein paar wirkt irgendwann gestartet uns zu belegen wie Wie finden wir eigentlich Lösungen für gesellschaftliche Probleme, aus denen wir Impact Ventures bauen?
00:13:14: Und haben uns gedacht, eigentlich wäre es viel besser in Kooperation zu denken und zu arbeiten.
00:13:21: Wir machen das als Team im kleinen Kämmerchen und sind rausgegangen und haben einen Innovationsprozess gestartet mit unterschiedlichsten Akteuren aus dem Bildungsbereich Mit Bildungsstiftungen, mit Lehrkräften.
00:13:32: Mit Leuten aus der Verwaltung und haben uns die Frage gestellt wie kann man den Beruf der Lehrkraft stützen?
00:13:37: Weil gerade in einem System auch mit Leerkräftemangel quasi die, die noch beständig da sind müssen wir bestärken Und haben da ein halbes Jahr lang in unterschiedlichen Formaten Interviews geführt Innovationsprins gemacht und dann kamen Ideen raus.
00:13:54: Die werden niemals aus unseren Köpfen entstanden, weil wir so viel Input von außen bekommen haben.
00:13:59: Und das werden wir uns dann gemeinschaftlich für die Umsetzung einer entschieden – der Teacher Support!
00:14:04: Eine Anlaufstelle für Lehrkräfte, quasi ein Rat auf Draht für Lehrkäfte wenn man das salopp sagen will.
00:14:10: es funktioniert weniger als Telefon-Hotline als kollegale Fallberatung.
00:14:15: Wir waren ehrlicherweise gar nicht zu überzeugt im Anfang ob das denn funktioniert aber wir haben uns dazu verschrieben das auszuprobieren was daraus kommt.
00:14:23: Und es ist beeindruckend, was der Teacher Support für eine Nachfrage hat.
00:14:27: Obwohl's ganz wenig Marketing gibt – das ist ganz viel Word of mouth und zeigt einfach nur dieser kooperative Ansatz in der Ideen-Generierung.
00:14:36: Hat total viel Qualität und ist sehr viel treffsicherer als ich.
00:14:40: Ich gründe das, was aus einem Impuls heraus gerade entsteht.
00:14:43: Und auch das ist für mich eine wirklich aktöres übergreifende Kooperationsgeschichte die ich total schön finde.
00:14:49: weil Ja, weil gemeinschaftlich Ideen Lösungen, Startups entstehen die wahrscheinlich eine höhere Treiffssicherheit haben als das alleine im Kämmerchen sitzen und seine Ideen zu papieren.
00:15:05: Sehr schön!
00:15:06: Etwas was man vielleicht da noch nicht immer so gerne hört stichwort Elfen beim Turm.
00:15:09: es macht Sinn dass man rausgeht.
00:15:12: und natürlich zwei Beispiele die sehr schön zeigen dass eins plus eins wirklich mehr als zwei sein kann.
00:15:16: also vielen vielen Dank dafür.
00:15:18: ja Stiftungen, du bist jetzt natürlich Repräsentant in einer Stiftung oder Mega-Bildungsstiftung.
00:15:24: Und Stiftlingen im Ökosystem Soziale Innovation und Social Entrepreneurship vielleicht aber auch in Bildungsinnovationen sehr wichtige Akteure.
00:15:33: Wie würdest du denn die Rolle in Österreich so ein bisschen sehen?
00:15:36: Was können Stiftlungen leisten?
00:15:38: Was kann vielleicht auch die Mega-Buildungs-Stiftung speziell leisten was auf anderem Wege vielleicht nicht zu gut funktionieren würde sonst?
00:15:46: Ich sehe die Rolle von Stiftningen gerade eigentlich in drei Bereichen.
00:15:50: Das eine ist natürlich die finanzielle Komponente, also gewisse Ideen und Lösungen finanziell zu unterstützen, zu begleiten, zu ermöglichen – das kann in zwei Varianten passieren initial als Start oder dann auch für einen nächsten Skalierungsschritt.
00:16:07: Aber die Förderungskomponente ist eine sehr zentrale.
00:16:10: Die zweite, die nicht minder wichtig ist, ist das Kapazitätbilding von diesen Organisationen.
00:16:15: Also gerade im Ökosystem haben wir eine wachsende Anzahl an Gründungen und Social Businesses am Bildungsinitiativen was total schön ist weil man sieht welche Energie da ist um Innovation in Gang zu bringen.
00:16:27: Und Stiftungen haben hier auch die Rolle diese weiterzuentwickelnde Nährboden zu bereiten.
00:16:34: Wie kann man von einer Idee in eine wirklich stabile Organisation wachsen?
00:16:40: Was sind dafür für stolper Steine, ich glaube Stiftungen bilden dann einen sehr schönen Rahmen diesen Weg einfach auch einen Schritt zu bereiden und auch da immer wieder die Kooperationsmöglichkeiten vor Augen zu halten.
00:16:53: Und das bringt mich zum dritten Punkt.
00:16:57: Netzwerk ist so ein inflationärer Begriff, aber ich glaube tatsächlich Räume aufzumachen wo Kooperation entstehen kann.
00:17:07: Das geht von klassischen Veranstaltungen über kuratiertes Netzwerken, über Verknüpfen.
00:17:16: Wir bezeichnen uns auch oft gern als ein Netzwerkknotenpunkt.
00:17:19: Da laufen von unterschiedlichen Akteuren und Welten ganz viele Netzwerkkontakte zusammen, um da so'n bisschen die richtigen Personen zu vernetzen.
00:17:26: Das halte ich für sehr, sehr zentral.
00:17:28: Und was Stiftungen mit all diesen Aktivitäten natürlich tun ist eine Bewusstseinsbildung zu machen für gewisse Themen, die einfach da sind und die auch eine Sichtbarkeit verdienen.
00:17:40: Mhm!
00:17:41: Das heißt dreierlei eigentlich?
00:17:42: Die Tätigkeiten... wenn man sie gruppieren möchte in einer Stiftung, die du da siehst.
00:17:48: Was ist da der große Unterschied zu anderen Akteuren vielleicht auch?
00:17:52: Jetzt könnte man sagen, auch staatliche Akteurinnen können es schaffen dieses Triumvirat auf die Beinezustellen – tun Sie ja auch vielleicht bis zu einem gewissen Grad!
00:18:03: Was ist dann der Kern warum das bei Stiftungen vielleicht anders oder vielleicht sogar besser laufen kann?
00:18:07: Ich glaube, es ist einfach eine andere Zielgruppe und ich sehe das auch total komplementär oder kooperativ.
00:18:13: Wenn wir jetzt das Bildungssystem anschauen, das Bildungministerium ist für sechstausend Spunverantwortlich.
00:18:19: Dass das Bildingsministerium Lösungen initiiert, die mal bei zwei Schulklassen anfangen, ist wahrscheinlich der falsche Fokus vor deinem Bildungsministerium.
00:18:29: eine Stiftung kann das aber sehr gut tun.
00:18:30: also für mich ist die Stiftungswelt schon einer die da auch nach vorne geht so innovativ es mal möglich macht zu schauen was kann anders funktionieren und dann ein bisschen noch ins Risiko zu gehen.
00:18:42: Wir finanzieren das, wir probieren es mal aus.
00:18:45: Ein Teil von Unternehmertum ist auch zu sagen hier wir haben das ausgeführt – es funktioniert nicht!
00:18:49: Wir lassen's wieder.
00:18:50: Das ist als systemischer Player der mit Steuergeld finanziert wird durchaus schwieriger und das Bildungsministerium hat eine andere Aufgabe also die da ein bisschen in die Neugede ins Risiko zu gehen und Dinge aus dem Boden zu heben und so einer Größe zu bringen wo dann diese Lösungen auch systemanschlussfähig sind.
00:19:12: Das halte ich für ganz central, die Rolle der Stiftungen.
00:19:15: Diese Anschlussfähigkeit und das Bildungssystem ist mir persönlich ein riesiges Anliegen und es ist in Österreich noch ein bisschen eine Black Box, wie denn das funktionieren kann?
00:19:24: Also Lösungen, die im Privaten entstehen, die durch unterschiedliche private Geldgeber aber vielleicht auch durch öffentliche Förderung finanziert werden... Wie bringen wir Lösungen in die Breite, die tatsächlich gut funktionieren?
00:19:37: Und das ist die Schnittstelle und Kooperationsstelle zum öffentlichen Sektor.
00:19:41: Die gilt es in nächster Zeit mehr auszuloten und rauszufieten, wie das funktionieren kann.
00:19:46: Denn eins ist auch klar Stiftungen können anschieben, können am Anfang da sein aber... ...die Stiftungslandschaft in Österreich ist zu klein als dass sie Evergreens auf Dauer finanzieren kann.
00:19:59: also wenn sich Initiativenlösungen so etabliert haben, dass man sagt hey cool!
00:20:03: das soll den ganz Österreich ausgerollt werden, dann geht es nur mit der öffentlichen Hand.
00:20:08: Wie ist ja so oft im sozialen Innovationsbereich und wenn man jetzt als Prozess sehen würde am Ende steht dann der System Exchange?
00:20:15: Der dann idealerweise auch getragen wird unabhängig von vielleicht privaten Geldgeber in einen Stiftungen usw.
00:20:25: Du hast jetzt ja wenigstens eben Förderung und Geld.
00:20:27: ist das eine natürliche Riesenpunkt, die Bildung aber vor allem Räume zu öffnen und Kooperationen entstehen zu lassen.
00:20:34: Vielleicht auch hier ganz konkret bei euch in einer Mega-Bildungsstiftung, wie funktioniert das?
00:20:38: Wie versucht ihr diese Räime zu kreieren?
00:20:42: Da gibt es ein total schönes Format, dass ich geerbt habe als Person, was die Megasandreien macht!
00:20:48: Das ist das Estrache Bildungsforum, das findet traditionell im Herbst statt... In der Saatabwelt wird man vielleicht sagen, es ist ein vierundzwanzig stündiger Innovationsprint.
00:20:59: Wir laden da siebzig bis achtzig Expertinnen aus sechs bis acht Gebieten ein gemeinsam zu einem Thema zu arbeiten.
00:21:08: Vor zwei Jahren war das Schulautonomie letztes Jahr was.
00:21:10: wie viel Leadership brauchen Kindergärten und Schulen eigentlich?
00:21:13: Und das Endergebnis davon war ein Maßnahmenkatalog, der dann auch an alle bildungspolitischen Referentinnen und Politiker auf allen Ebenen versandt wurde.
00:21:23: Ein total spannendes Format, weil dort von der Verwaltung, von der politischen Ebene alle bildungspolitischen Sprecherinnen.
00:21:31: Von Schulleitungen Lehrkräftenschülern, Bildungsinitiativen.
00:21:35: Siebzig bis Achtzig Personen vierundzwanzig Stunden tatsächlich in ein gemeinsames Erarbeitungsformat gehen mit dem Ziel nach vierund zwanzig Stunden einen Output zu haben.
00:21:45: Ich finde das ist ein wahnsinnig schönes Beispiel wie man Kooperation und Facilitäten kann.
00:21:50: die mega agiert dabei als Prozess, Orchestratorin die den Rahmen dafür bietet und was die Ergebnisse sehen entsteht mit und durch die Teilnehmenden.
00:22:02: Und es ist durchaus auch ein Weltenverbinden weil so oft passiert gar nicht dass jemand aus der Verwaltung mit der Schulleitung hands on zu einem Thema arbeitet und ich glaube diese Räume braucht's aber damit die Bedürfnisse von unterschiedlichen Welten einfach sichtbar werden Platz haben und man Lösungen findet die für alle Seiten passen.
00:22:19: genau das ist ein Beispiel Wie die MEGA das macht?
00:22:23: Wenn man es jetzt irgendwie plakativ sehen möchte, dann ist da vielleicht jemand aus der Verwaltung, aus dem Bildungsministerium mit ganz anderen Strukturen.
00:22:34: Mit ganz anderen Prozessen, mit ganz anderem... Ja, vielleicht auch wir haben ja über die Größe, wir haben über sechstausend Schulen gesprochen konfrontiert als jemand, der vielleicht ein Bildungsdatab gründet und versucht eine Idee ins Laufen zu bringen Vielleicht in diesem Format, aber vielleicht auch in anderen.
00:22:53: Wie ist da das Gefühl?
00:22:54: Wie schafft man es diese Welten auch an einen Tisch zu bringen?
00:22:59: Das ist durchaus eine Herausforderung!
00:23:00: Ich halte es für zentral, dass es passiert und ich glaube auch, dass das gemeinsame Verständnis für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und die unterschiedliche Realitäten total gewinnbrinnend ist um in die Kooperation zu kommen.
00:23:11: Es braucht den physischen Mensch-zu-Mensch Kontakt und ganz viel Vertrauensbildung.
00:23:17: Und am Ende Alle Systeme und Organisationen bestehen aus der Summe der Individuen.
00:23:22: Und dann muss ich als Mensch begegnen, damit Kooperation möglich ist.
00:23:26: Ich glaube es ist ganz zentral dass man in allen Formaten immer diese die Begegnungszonen schafft um sich tatsächlich menschlich zu begegnern einen Vertrauen aufzubauen und dann potenzial in eine Kooperation zu gehen.
00:23:38: das ist für mich die Basis da mit Kooperation und Partnerschaft funktionieren kann.
00:23:43: Ich glaube, wir haben nur noch viele Möglichkeiten, Formate auszubringen die das zum Ziel haben und das zu bezwecken.
00:23:50: Zentral dabei ist natürlich auch dass sich alle Akteure darauf einlassen.
00:23:53: also muss schon auch der Wunsch da sein da reinzugehen weil das löst natürlich währenddessen schon immer wieder Frustration und Reibung aus sichtbar oder unsichtbar.
00:24:08: ohne dem geht es nicht.
00:24:09: wenn sie unterschiedliche Welten begegnen das gilt zu halten
00:24:12: Absolut und durchaus ja.
00:24:13: dann der Moment, wo es spannend wird vielleicht auch.
00:24:15: Jetzt ist aber Kooperation natürlich ein sehr, sagen wir mal normativ aufgeladener Begriff.
00:24:20: Kooperationen ist gut, Kooperation ist etwas was erstrehmenswert ist.
00:24:24: Vielleicht aber nicht immer, vielleicht gibt's Kooperationsprojekte spezielle Momente die absolut herausfordernd sind und vielleicht auch negative Auswirkungen haben können wenn man sich zum Beispiel... in Vertrauen auf eine andere Organisation niemanden einlässt, wo es vielleicht nicht passt.
00:24:42: Hast du da Herausforderungen?
00:24:44: Stolpersteine?
00:24:45: Irgendwas mitgekriegt gelernt bisher, wo du sagen kannst okay dann muss man wieder aufpassen.
00:24:52: Auf jeden Fall!
00:24:53: Ich glaube die erste Entscheidung ist mit wem geht meine Kooperation und Partnerschaft ein?
00:24:56: das sollte eine durchaus gut überlegte Entscheidung sein.
00:25:01: ähnlich wie in einer privaten Partnerschaft ist man dann, sei es jetzt vertraglich bestimmt oder einfach dem Zweck gewidmet längere Zeit in dieser Partnerschaft drinnen.
00:25:12: Ich glaube das ist ein Balanceakt, dass es in gewissen Kooperationen Momente gibt wo man vielleicht auch einen Punkt kommt und sich denkt warum mache ich das eigentlich?
00:25:22: Ist total normal!
00:25:23: Das kann man zum gewissen Grad auch halten Und irgendwann muss man dann aber auch für sich selbst klar haben, wie weit gehe ich und wo ist dann aber eine Grenze.
00:25:31: Dann ist es völlig okay zu sagen, dass es nicht mehr passt.
00:25:35: Ich glaube das ist was österreichisch-gesellschaftliches auch grundsätzlich in der Unternehmensgründungskultur.
00:25:41: Darf ich scheitern?
00:25:43: Wie weit gehe oder wann sage ich?
00:25:45: Nein, ich habe es probiert, ob es passt nicht mehr!
00:25:49: Das ist ein Thema... dass viel zu wenig präsent ist, weil eigentlich ist es total cool wenn viele Menschen sagen hey ich probiere mal was aus.
00:25:58: Aber genauso normal ist es dann zu sagen naja bis hier hat's gepasst aber jetzt passt nicht mehr.
00:26:05: und das ist auch in Ordnung.
00:26:06: und so würde ich das auch bei Partnerschaften sehen.
00:26:08: also nur weil eine Partnerschaft mal nicht mehr oder eine Kooperation nicht bis zum Ende geht okay man hat es probiert und hat es halt nicht funktioniert.
00:26:15: beim nächsten Mal hat man daraus gelernt was vielleicht die eigene Grenthetzung was man selbst braucht, damit Partnerschaften Kooperation gut funktionieren und dann macht man es beim nächsten Mal besser.
00:26:26: Also ich sehe es gar nicht so tragisch wenn mal eine Kooperation nicht bis zum Ende funktioniert sondern da war seine Lernmöglichkeit und beim nächsten mal setzt man die Kooperation besser aus oder sucht man sich die Partner anders?
00:26:36: Aber das nimmt nicht die Qualität von guten Kooperationen weg.
00:26:41: Also ein Appell auch gegen die St-Costfälle sieht, dass man irgendwo an etwas festhält aber wenn's vielleicht nimmer passt weil Auch die Erwartung ist, dass man es zu Ende führen muss und es vielleicht sinnlos ist oder weniger Sinn hat.
00:26:56: Genau.
00:26:57: Vielleicht auch im Kontext der Stiftungen?
00:27:00: Jetzt gibt's durchaus einige Stiftenden, die sich dem Thema Bildung verschrieben haben.
00:27:04: Es gibt Bildungs-Tomorrow, es gibt die Innovationstiftungen für Bildung natürlich auch... Es gibt euch!
00:27:09: Es gibt auch noch weitere ... Wie würde ich das sagen?
00:27:12: Ist das Thema der Bildungsstiftung und das Thema in Österreich da aufgestellt?
00:27:16: Vielleicht auch wie funktioniert Kooperation Koexistenz oder ganz was anderes da in Österreich, in diesem Bereich.
00:27:24: Also erst mal ich finde es großartig dass es so viele Stiftungen gibt und ich bin ja jetzt schon länger diesen Sektor vor zehn Jahren gab's den Großteil dieser Stiftung nicht.
00:27:32: also ich find's mal als Wahnsinniges Qualitätszeichen und Etappe für diesen Sector das ist diese Stift- einfach gibt, weil das zeigt es tut sich wahnsinnig viel.
00:27:41: Das sind in den letzten zehn, fünf Jahren wahnsinnige viele Bildungsinitiativen entstanden.
00:27:45: Das rührt auch daher, dass die Stiftungswelt sich weiterentwickelt hat.
00:27:48: also das ist für mich per se ein total positives Momentum.
00:27:53: und wir singen gerade auch in einer Phase wo sich sehr viele Bildungstiftungen nachfragen okay wir sehen jetzt alles so zwischen fünf und zehn Jahre alt.
00:28:01: alle haben mal gestartet mit Bildung Jetzt gibt's doch mehrer Bildungsstiftung.
00:28:06: Und die Frage treibt die Stiftungswelt schon um, welchen Fokus legt jeder Stiftung und wo geht man in eine klare Co-Existenz?
00:28:13: Weil das ist mein Thema, das ist Deins.
00:28:15: Aber wo geht dann vielleicht auch in eine Kooperation?
00:28:17: Das ist was, was man sich ständig neu auswahrhandelt und sich weiterentwickelt.
00:28:20: aber der grundsätzliche ... Die grundsätzlichste Stimmungslage ist sehr wohlwollend miteinander und da würde ich auch genau mit dem Blick draufschärfen, dass Stiftungen im Österreich hart sich total weit entwickelt.
00:28:31: Die Stiftungswelt, gerade im Bildungsbereich in Österreich ist aber immer noch verhältnismäßig überschaubar.
00:28:36: Gerade wenn man da nach Deutschland oder in die Schweiz blickt.
00:28:38: Das heißt wir sind überhaupt nicht in einem Status quo wo man sagt man steht irgendwie in Konkurrenz zueinander sondern der Kuchen ist immer noch viel zu klein für die Bildungswelt.
00:28:48: schauen wir uns gemeinsam an wie wir am besten bespielen.
00:28:51: Es gibt einzelne Formate, wo Bildungsstiftungen sich schon zusammengetan haben zum Beispiel Treffpunktbildung.
00:28:57: Das ist ein Bildungs-Stammtisch der von der Mega-Bildung Tomorrow Future Wings und im EO Lab gemeinsam gehostet wird.
00:29:05: das ist ein kooperatives Element Und da wird in den nächsten Jahren sicher auch noch mehr entstehen.
00:29:14: die Mega macht heuer erstmals mit der erste Stiftung gemeinsamen Hackathon in Alpach.
00:29:18: Also es geht in erster Kooperation Formate, da dürfen sich ja auch noch mehr wachsen.
00:29:24: Das heißt ein bisschen einen Entfindungsstadium auch in dem man sich wahrscheinlich konstant aber befindet?
00:29:30: Genau!
00:29:31: Wie es auch in anderen Sektoren durchaus ist.
00:29:37: Insight Impact Jetzt haben wir viel über das Stiftungsthema natürlich gesprochen und diese Perspektive, aber für Sozialunternehmerinnen Menschen die vielleicht was gründen möchten gibt's da etwas was zu ihnen... besonders mitgeben möchtest, wenn es um dieses Thema geht.
00:29:56: Also wir haben natürlich jetzt schon über Herausforderungen ein bisschen gesprochen.
00:29:59: Wir haben auch Beispiele schon gehört wie so etwas sehr gut funktionieren kann.
00:30:03: Kann man das irgendwie mit einer Helikopterperspektive auch sagen?
00:30:06: Schaut's auf das!
00:30:08: Ich glaube für alle Menschen die gründen wollen gerade in dem Bereich finde ich schon wichtig diesen Kooperationsgedanken von Anfang an mitzutragen.
00:30:18: Und das heißt ja auch gar nicht, man muss gemeinsam gründen.
00:30:20: Aber auch in den Gründungsprozessen wird es viele Akteure schon involvieren.
00:30:24: Auch Akteurer die vielleicht portugenziell mal Geschäftspartner werden können oder auch die öffentliche Hand.
00:30:29: Je früher man in diesen Prozessen andere Player involviert umso höher ist auch der Spy-Innen von ihnen dass es später dann tatsächlich in eine Kooperation geht.
00:30:39: Das von Anfang an mitzudenken finde ich total spannend und da spiste sich die Startuplogik halt auch sehr mit der Wirkungslogik.
00:30:47: Skalierung im Wirkungsbereich heißt nicht zwangsläufig Organisationswachstum, sondern mit welchem Partner und über welche Modelle kann ich meine Wirkungslösungen skalieren.
00:30:56: Sei das über Franchise, sei das über Open Source, sei dass – Ich weiß total gut was für die Zielgruppenwind funktioniert!
00:31:03: Ich gebe aus einem etablierten aktuellen Salzpunkt etwas bitte dort machen und ich freue mich einfach wenn es dort auch funktioniert und das ist aber nicht bei meiner Organisation bis hin zu.
00:31:11: ich gebe das Konzept an die öffentliche Hand.
00:31:13: Das ist eine ganz andere Logik, also eine klassisch marktwirtschaftliche Startup-Logik.
00:31:19: Die gilt es von Anfang an in einem Organisationsdesign gut mitzudenken – was wäre mein Endgame?
00:31:29: Also wie hätte ich gerne meine Wirkungslösung sich skaliert und selbstständig gemacht?
00:31:32: Ich bin das ich als Organisation!
00:31:35: Oder bin ich bereit, das anderen weiterzugeben oder auch systemisch zu verankern?
00:31:39: Und es ist schon noch eine persönliche Entscheidung von der Gründungspersonen.
00:31:43: Was will ich als Mensch und als Organisation das immer weiter tragen oder bin ich bereits abzugeben?
00:31:49: Gerade im Bildungsbereich oder in Lösungen die sich in öffentlichem Gütern ansiedeln plädiere ich sehr stark dafür dass man sich darauf einlässt anders zu denken und diese Endgames durchaus durchzuspielen darüber zu sinieren, auch in frühen Stadien.
00:32:07: Wie könnte denn das sein?
00:32:10: Ich glaube da ist ganz viel Luft nach oben in Österreich.
00:32:13: diese systemische Wirkung so zu denken und um die Wege zu gehen.
00:32:17: Das ist sehr unklar wie diese Wege aussehen.
00:32:20: deswegen ist es auch so schwierig weil es so wenig Vorbilder gibt.
00:32:23: aber ich glaube wenn wir wirklich über System Change reden dann geht's nur über Organisationsübergreifende Skalierung mit den besten Fall systemischen Plänen.
00:32:33: Und das von Anfang an zu internalisieren und mitzukonzipieren halte ich für sehr zentral.
00:32:38: Wenn es um Kooperation geht, ansonsten wünsche ich allen gründungspersonen ein gutes soziales Umfeld- und Netzwerk damit die Batterien immer wieder aufgeladen werden, um in dieser Gründungsreise des Sozialunternehmertums immer wieder Kraft zu tanken.
00:32:54: Sehr genial auch vielleicht eine Form von Kooperation zwischen Personen dann dass man jemandem beim Energiespeicher auffühlen wird.
00:33:02: unterstützt.
00:33:04: Ja, schon fast zum Abschluss aus deiner Perspektive für das Thema Bildungsinnovation und die Bildungslandschaft in Österreich.
00:33:11: Wie glaubst du geht es weiter?
00:33:12: Was ist dein Trendausblick?
00:33:16: oder was ist dein Wunschgedanke vielleicht auch für den Sektor?
00:33:20: Was is mein Wunschgedankel?
00:33:23: Wir kommen ganz unterschiedlich Ebenen.
00:33:25: Das eine ist wie finanzieren wir Bindungsinitiativen als Gesellschaft, sei das jetzt öffentliche Förderung private Geldgeber.
00:33:35: Wir haben in Österreich sehr viel die Projektlogik-Finanzierung verankert.
00:33:41: Wenn wir in den angelsächischen Raum schauen oder auch nach Deutschland gibt es schon eine Trendumkehr weg vom Projekt Finanzierung hin zur Kernfinanzierung von Organisationen.
00:33:50: Ich würde mir sehr stark wünschen dass in Österreich der Trend mehr in diese Richtung geht weil es viel mehr Raum für Innovation aufmacht wenn eine Organisation nicht Projekt beschränkt, arbeitet und denkt sondern sich mit der ganzen Organisationskraft einem Thema widmet.
00:34:06: Das würde ich mir extrem wünschen.
00:34:08: Dann ein weiterer Punkt.
00:34:11: Innovation ist auch ein sehr inflationär gebrauchtes Wort.
00:34:17: für mich muss man Innovation in meiner Relation zum System setzen.
00:34:20: etwas was in der Bildungswelt seit auch einen bis zehn Jahren da ist und funktioniert, ist immer noch wahnsinnig innovativ im Verhältnis zu einem System das einfach sehr historisch lang und stark gewachsen ist.
00:34:33: In der Finanzierung drängt man halt oft auch immer wieder in die Innovationen gehen zu wollen.
00:34:40: Mich reizt das Thema der Beständigkeit von Innovation ganz stark.
00:34:43: also wie halten wir euch die?
00:34:45: Die schon bewiesen haben hey das funktioniert aber noch nicht systemisch verankert sind und ich glaube eigentlich auch dass das wiederum ein Qualitätszeichen doch einige dieser Organisationen haben, die eben nicht mehr so jung sind.
00:35:00: Aber zeigen, dass sie was sie gut können und der nächste Schritt eigentlich okay wie wir das tatsächlich verankern können?
00:35:06: Mitunter.
00:35:07: deshalb war auch ein Impuls heuer als mega den Mega Alumnia World zu vergeben und eben nicht in eine neue Projekteinreichung für Dinge, die neu gestartet werden sondern zu schauen wer im Mega Aluminiportfolio hat Wirkung schon sehr, sehr gut erreicht und wir honorieren heuer das.
00:35:26: Also die Wirkung, die bereits da ist auch in drei unterschiedlichen Kategorien breite Wirkung tiefe wirkungssystemische Wirkung weil es uns auch darum geht unterschiedliche Wirkungssynamiken sichtbar zu machen.
00:35:36: Genau also das eine ist mehr Bestandsinnovationen sichtbare Machen und Fördern mehr Kernfinanzierung von Sozialunternehmen.
00:35:46: Drittes großes Herzensthema ist die systemische Integration von Lösungen, die funktionieren und da auch die Verweiterung und die öffentliche Hand mit an Bord zu kriegen.
00:35:56: Und die Glaubstiftungen haben da eine Rolle des Brückenbauens diese unterschiedlichen Welten einzuladen gemeinsam miteinander zu denken sich kennenzulernen Vertrauen zu bilden und Lösungswiesegewege zu konzipieren wie dann dieses systemische Skalierung funktionieren kann.
00:36:15: ambitionierte aber sehr, sehr schöne Gedanken für die Zukunft der Bildungslandschaft.
00:36:20: Jetzt muss ich ganz kurz Werbung noch machen für tatsächlich eine andere Folge.
00:36:25: genau zum Thema Innovation und Stabilität ist das ein Trade-off.
00:36:29: mit einer Teach for Austria Kollegin von dir mit der Rosa Bergmann von der Hobby Lobby haben wir genau über dieses Thema gesprochen.
00:36:36: Für alle da draußen.
00:36:37: Der Link kommt dann natürlich in die Show Notes.
00:36:41: Ja, Lisa Maria wir sind schon fast am Ende dieser Folge angekommen.
00:36:44: Wir haben glaube ich einiges gelernt.
00:36:47: vielen Dank dazu.
00:36:48: also mit einem Bildungsthema viel lernen ist ja fast Meter irgendwie.
00:36:53: dennoch noch einmal die Frage hast du noch irgendeinen Rat den du unseren Zuhörerinnen zum Thema mitgeben möchtest?
00:37:00: zum Thema Kooperation?
00:37:01: Zum Thema jemand hat eine Idee für eine Bildungsinnovation aber vielleicht auch zum Thema Social Entrepreneurship allgemein.
00:37:07: Alle, die den Impuls verspüren in diese Richtung zu gehen.
00:37:11: Erstens mal go-go-go and do it!
00:37:14: Es ist ein total spannendes Feld und ich finde es extrem wichtig dass sich Menschen in ihrer hauptberuflichen Tätigkeit diesen Themen widmen weil auch die Entscheidung wo widme ich meine Arbeitskraft hin ist eine wichtige Entscheidung und wenn sich viele Menschen dazu entscheiden Gesellschafts wirksame Tätigkeiten auszuüben, dann ist auch das ein hoher Wirkungsgrad in eine richtige Richtung.
00:37:39: Also einfach machen und dann schauen wo man landet.
00:37:45: meistens ergeben sich die schönsten Dinge aus der Ungewissheit Und wir sind ja im Insight Impact.
00:37:52: Insofern würde ich alle nochmal einladen egal was sie tun, wo sie sind immer mal wieder die Wirkungsprille aufzusetzen und sich selber zu fragen Was ist mein Wirkungsraum, den ich gerade habe?
00:38:03: Nutze ich denn aus.
00:38:04: Was kann nicht für Entscheidungen Treffen und Handlungen setzen, die möglichst größte Wirkung erzeugen?
00:38:11: Und das ändert glaube schon was auch im Alltag!
00:38:16: Das sind perfekte Schlussworte.
00:38:17: Liebe Lisa Maria, vielen Dank fürs Dasein und ja, für das wunderbare Gespräch.
00:38:22: Vielen dank dir!
00:38:23: Ja und das war es auch schon mit dieser Folge zum Thema Kooperationen mit Lisa Maria Sommerfein Generalsekretärin bei der Mega-Bildungsstiftung.
00:38:33: Falls ihr Feedback dazu habt, fragen was auch immer gerne.
00:38:37: www.insiteimpact.atwu.ac.at ist die E-Mailadresse.
00:38:41: Er findet uns auf Instagram mit Unterstrich zum Schluss.
00:38:45: weiterführende Infos zu dieser Folge gibt es natürlich in den Show Notes und wir hören uns schon bald mit der nächsten Folge.
00:38:52: bleibt uns gewogen.
00:38:53: vielen Dank fürs Zuhören.
00:38:54: alles Liebe von der WU tschau und baba.
00:39:02: der Podcast mit Wirkung.
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