Die Presseagentur als Genossenschaft - Clemens Pig (APA)

Shownotes

Clemens Pig, geschäftsführender Vorstand der Austria Presse Agentur, Vizepräsident des Österreichischen Genossenschaftsverbandes und Autor, erklärt, wie die APA als Genossenschaft funktioniert. Außerdem erklärt er, wie die APA zukunftsfit wird und welche Rolle KI im Journalismus spielen wird.

Im Rahmen dieser Folge verlosen wir 3 Exemplare von Clemens Pigs Buch "Democracy Dies in Darkness". Um teilzunehmen, schreibt uns einfach, warum ihr Inside Impact hört, und was ihr Euch in Zukunft von uns wünscht: insideimpact@wu.ac.at.

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00:00:05: Kooperation ist auch nichts, was vom Himmel fällt.

00:00:08: Sondern dass man erklären muss, legitimieren muss vor Augen führen muss warum es ist cleverer?

00:00:19: Weil im Damals zu sehen wie Desinformation Fake News beginnt von den Rändern der Gesellschaft in den digitalen Rand- und Grauzonen In die Mitte der Gesellschaft hereinzuschwimmen.

00:00:39: Eine wesentliche Zäsur In der Frage der Wahrheit ist KI.

00:00:51: Der Podcast mit Wirkung.

00:00:55: Herzlich willkommen bei Inside Impact, euren Podcast mit wirkung hier an der Wirtschaftsuniversität Wien!

00:01:02: Ich bin Florentina Meyer und in unserer Staffel zum Thema Kooperation habe ich heute einen Gast, der ganz interessante verschiedene Perspektiven auf das Thema beitragen kann.

00:01:13: Clemens Bick herzlich Willkommen Clemens

00:01:16: Schön, hier zu sein.

00:01:17: Danke für die Einladung!

00:01:19: Clemens Big ist Geschäftsführer in der Forschung der Austria-Presseagentur auch bekannt als APA und Buchautor.

00:01:30: Und den beiden Rollen haben wir dich heute ja eingeladen.

00:01:34: Red mir vielleicht zuerst über deine Bücher.

00:01:37: Er geht es um Medien und Demokratie und Kooperation im Medienbereich für die Rettung unserer... Demokratie.

00:01:47: War das dein erstes Buch des Democracy Dice in Darkness?

00:01:50: Ja, genau.

00:01:51: Democracy Dices in Darkness war im Jahr zwanzig-dreiundzwanzig mein erster Buch als Monographie.

00:01:58: Ich habe im Laufe meiner Karriere sehr viele Buchbeiträge verfasst aber das war das erste Solowerk.

00:02:06: Warum geht es mit dem Buch und warum hast du das geschrieben?

00:02:11: Eine Zäsur in meinem Berufsleben war im Juni.

00:02:19: Da hatte ich ein Interview mit Vladimir Putin und das war neun Monate vor Kriegsbeginn, vor dieser brutalen russischen Invasion und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

00:02:37: Und dieses Interview hat mich nachhaltig auch verändert weil ich am eigenen Leib in diesem Interview erfahren habe, wie Autokraten, Diktatoren manipulieren wollen, lügen und ihre eigene Narrative aufbauen.

00:02:59: Und der Hintergrund war ja insgesamt die Corona-Pandemie wo ja Ende Jänner, zwanzig-zwanzig die erste Meldung über die Agenturtika kam sinngemäß mysteriöse Lungenkrankheit in China und das ja unser aller Leben stark verändert hat.

00:03:23: Da muss man glaube ich jetzt nicht näher darauf eingehen insbesondere aber auch die Medien und den Journalismus.

00:03:31: Die Politik und die Wissenschaft starke Frage gestellt hat.

00:03:35: diese Zeit mit teils bis heute nachwirkenden Vertrauensverlusten, die wir ja auch empirisch messen können.

00:03:45: Und in dieser Corona-Zeit war sie für uns als Aparredaktion nicht mehr ganz möglich frei von sogenannten Anti-Corona-Demonstration zu berichten.

00:03:59: Auch unsere Redakteurinnen und Redakteure wurden beschimpft, bespuckt – wie mussten Security bereitstellen?

00:04:07: Und da habe ich begriffen, hier verändert sich etwas grundlegend.

00:04:11: Und dann kam eben mein Interview mit Putin und wenn man sich das so in der Abfolge anschaut, bezeichne ich diese Dekade der zwanzig-zwanziger Jahre wo wir gerade die zweite Halbzeit betreten haben als Dekada der Desillusionierung ob ich glaube, dass es eine Pandemie einmal in meinem Leben geben wird oder das Putin tatsächlich die Ukraine angreift.

00:04:45: Oder – und das war dann schon der dritte Auslöser für das Buch – das Generative EI, obwohl ich mich in meiner Funktion in der ABBA immer sehr intensiv auch mit KI auseinandergesetzt habe.

00:04:58: aber in welcher Geschwindigkeit dann Generative-Ei im Jahreswechsel zweiundzwanzig auf zwanzig dreiundzwantig gekommen ist muss ich ehrlicherweise sagen, hätte ich alle drei dieser Fragen mit Nein beantwortet und das meine ich auch mit Desillusionierung.

00:05:16: Wir sind als Bevölkerung und Individuen ordentlich hart aufgeschlagen in einer neuen Realität und Teil dieser Realität was wir jetzt erleben würde ich zusammenfassen unter dem Titel eben der Neuen Weltordnung war ihm damals zu sehen, wie Desinformation Fake News beginnt von den Rändern der Gesellschaft in den digitalen Rand- und Grauzonen in die Mitte der Gesellschaft herinzuschwimmen.

00:05:50: Und das war im Wesentlichen in dieser Gesamtmelange mit dem zentralen Ereignis dieses Putin Interviews, dass ich hatte die Motivation dieses Buch zu schreiben mit dem klaren Fokus einen Art Aufschrei zu geben, dass die Demokratie in der wir leben diese liberale Demokratie nicht vom Himmel gefallen ist.

00:06:19: und wir sehen ja gerade derzeit das demokratische Systeme im Rückbau begriffen sind.

00:06:28: Und von ihrer Quantität und Qualität her das Niveau der leider in diesem Rückbau erreicht haben.

00:06:38: Ich beziehe also in diesem Buch Democracy Dies In Darkness, Die Demokratie stirbt in der Dunkelheit, Klarposition für die Notwendigkeit einer freien Medienberichterstattung als Grundlage für unsere eigene Meinungsbildung.

00:06:55: Fakten basiert ausgewogen und diese freie Meinungsbildungen scheint mir wichtiger denn je Gerade wenn wir jetzt auf das KI-Zeitalter denken.

00:07:07: Aber das war so im Abriss die Motivation für dieses

00:07:12: Buch Und du schreibst da, dass ein Schritt wie wir aus diesem Schlamassel herauskommen können Die Stärkung von Kollaboration ist Also Kooperation

00:07:25: für

00:07:26: den freien Fluss Fakten basiert Informationen und die Wahrheit ans Licht zu bringen durch Journalismus, durch Wissenschaft.

00:07:36: Wie könnte so ein kollaboratives Netzwerk ausschauen?

00:07:42: Ja vorausschicken möchte ich vielleicht und da haben wir auch in unserem Vorgespräch kurz Bezug genommen darauf bis sich in die Austria Presseagentur eingetreten bin hatte dem Begriff Genossenschaft und was Genossschaften und kooperatives Wirtschaften insgesamt ist, wenig am Hut.

00:08:05: Ich habe als Student an der Uni Innsbruck – ich hab damals Politikwissenschaft mit Medienschwerpunkt studiert – ein Start-up gegründet.

00:08:14: MediaWatch war dieses Start up wo wir begonnen haben erstmals in Österreich eine Art Vermessung der medialen Berichterstattung über Politikerpräsentzen, Unternehmenspräsenz und Image-Systeme.

00:08:29: Und habe dieses Startup dann im Jahr two thousand and one an die ABBA verkauft und bin dann ja selber auch später in die ABB gewechselt.

00:08:41: Die ABBA ist eine Genossenschaft.

00:08:43: Eine Genossschaft im Eigentum österreichischer Tageszeitungen und des ORF.

00:08:50: Und dann ist bis zum heutigen Tage eine faszinierende Reise für mich losgegangen mit einem tiefgreifenden Verständnis, was Kooperation – auch vielleicht als begriffliche Abgrenzung Collaboration bedeutet.

00:09:10: Ich bin der festen Überzeugung dass in einer digitalen Wirtschaftswelt in dieser Digitalökonomie, die letztlich wenn wir auf die großen Plattformen zumindest in meiner Industrie der Medienkommunikations- und Informationsindustrie draufschauen.

00:09:30: Diese Digitalökonomie lässt wenig Raum für andere Player.

00:09:37: Im Unterschied zur Realwirtschaft, wo es ja für unterschiedliche Produkte und unterschiedliche Branchen eine Vielzahl an Konkurrenten gibt – die auch letztlich notwendig sind für ein wettbewerbsorientiertes Ökosystem – findet das im digitalen Raum genau nicht statt.

00:09:56: Wir haben weltweite Player so was wie eigene Kontinente in der Wirtschaftswelt bilden.

00:10:05: Ob das jetzt Google ist, ob das Amazon ist oder ob das Meta ist – wir kennen all diese Beispiele!

00:10:12: Wir kennen dieses The Winner Takes It All Prinzip und deshalb bin ich tief überzeugt davon dass in so einer Welt real wirtschaftende national tätige Unternehmen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im jeweiligen Land, in dem sie tätig sind.

00:10:32: Wo Sie kollektivverträglich bezahlen?

00:10:35: Wo Sie Steuern abführen?

00:10:37: Wo die Wertschöpfung passiert?

00:10:39: Ein zentraler Wettbewerbsvorteil diese Kooperation darstellt.

00:10:45: in einer Welt, die von Technologie und digitalen Geschäftsmodellen geprägt ist kann es gar nicht anders sein, als dass die unterschiedlichen auch konkurrierenden Player am Beispiel der Appasintas die Medien an bestimmten Schnittstellen und bei bestimmten Themen zusammenarbeiten aus einer ganz einfachen Formel heraus.

00:11:11: Alles was für jeden Einzelnen dieser Player zu aufwendig, zu komplex oder zu teuer wäre lässt sich gemeinschaftlich besser organisieren Und deshalb bin ich mittlerweile zu einem wirklichen Botschafter und glühenden Fan dieses genossenschaftlichen kooperativen Modells geworden.

00:11:35: Jetzt muss ich kurz zu unseren Hörerinnen hörersprechen, ich glaube er merkt dieses Buch ist echt interessant!

00:11:41: Wir haben auch drei Exemplare davon zu verlosen.

00:11:45: wenn ihr das gewinnen möcht dann schreibt uns doch ein E-Mail an Insight Impact at wuacat und schreibt uns doch bitte kurz hinein, warum wir unseren Podcast hören und was euch noch wünschen würde von uns.

00:12:00: Und dann machen wir mit an der Verlosung.

00:12:02: drei Exemplare gibt's.

00:12:04: Ja, Clemens!

00:12:06: Und jetzt schreibst du schon wieder ein neues Buch.

00:12:10: Warum geht es diesmal?

00:12:11: Der Titel des neuen Buches ist der Welt ohne Wahrheit.

00:12:17: Es ist konzipiert als Buchreihe, als zweiter Teil jetzt in der Linie Democracy Dies In Darkness.

00:12:25: In Welt ohne Wahrheit geht es darum dass diese neue Weltordnung die wir ja gerade alle erleben wo bewegt sich Amerika hin?

00:12:35: Wo steht Europa?

00:12:36: was passiert im Pazifischen Raum?

00:12:39: Dass diese neue Welten Ordnung Hand-in-Hand geht mit einer neuen Kommunikationsordnung.

00:12:46: Ich glaube, die Akteure der globalen Weltbühne benötigen auch diese neue Kommunikationsordnung.

00:12:53: Also diese Plattformen mit all ihren zerstörerischen Geschäftsmodellen und letztlich die Gesellschaft- und Demokratiezersetzenden Elemente haben.

00:13:08: Es geht doch ein wenig um die Reise, dass wir uns vor gefühlt dreißig Jahren mit der Entstehung des Internets, die ja alle einen neuen tollen pluralistischen Raum erhofft haben.

00:13:22: Mit viel mehr Partizipation und Teilhabe und weil der große deutsche Kommunikationsphilosoph Jürgen Habermas in den vergangenen Tagen im hohen neunzigjährigen Alter verstorben ist.

00:13:37: Habermass hat uns ja immer vor Augen geführt welche Chancen in dieser digitalen Welt liegen.

00:13:44: Wir haben alle, glaube ich sehr spät erkannt wie diese neuen Geschäftsmodelle uns doch sehr sehr zusetzen und bis hin zur Frage dass sie auch eine neue politische Kaste ermöglichen.

00:13:57: Eine wesentliche Zäsur in der Frage der Wahrheit ist KI.

00:14:05: Und jetzt möchte ich vorausschicken der Begriff Wahrheit.

00:14:08: Ich habe mit diesem Begriff sehr gerungen ihn auf das Cover zu nehmen.

00:14:13: Wahrheit ist ein sehr schwieriger Begriff, finde ich.

00:14:16: Ein sehr gefährlicher Begriff auch.

00:14:19: und möchte eben klar vorausschicken es darf niemals weder im privater noch in öffentlicher Hand so etwas geben wie ein Wahrheitsministerium.

00:14:30: Und in meiner eigenen Führung und wo ich selber normativ hinschaue was soll Journalismus sein?

00:14:40: fällt mir an dieser Stelle immer Karl Bernstein und Bob Woodward ein.

00:14:45: Die beiden Pulitzerpreiste-Träger, die nach dem Aufdecken der Watergate-Affäre rund um Richard Nixon – das ist jetzt schon sehr lange her – Journalismus als die bestmögliche Version der Wahrheit beschrieben haben.

00:15:01: Und so möchte ich auch den Wahrheitsbegriff in diesem Buch beleuchten.

00:15:05: Es geht um Check, es geht um Recheck, es wird um Verifizieren, falsifizierend... Dinge, die sich ändern auch darüber zu berichten.

00:15:14: Es geht um Eigenkritik im Journalismus.

00:15:17: es geht darum auch wir machen Fehler.

00:15:19: wenn wir diese Fehler machen diese zu korrigieren und auch eine aktualisierte Meldung als Agentur zu versenden.

00:15:28: Und in der KI-Welt geht natürlich hier eine große Problemlage auf.

00:15:34: Wir beschäftigen uns in der ABBA ausnehmen stark mit KI.

00:15:38: Wir sind mittlerweile auch ein stark KI-Getriebenesunternehmen und haben hier ein sehr, sehr positives Mindset zur Technologie und KI natürlich.

00:15:47: Und gleichzeitig kann die KI nur so gut sein, so gut ihr Input ist – zumindest in den derzeitigen Modellen, die Generative AI bereithält!

00:15:58: Und nun ist es für viele Alltagsanwendungen nicht….

00:16:03: Die Trivialen sind nicht so relevant.

00:16:05: wenn ich Wenn ich Frage habe zu meiner Waschmaschine oder zu Alltagsthemen, ist es ja absolut oftmals ausreichend die KI-Antwort zu lesen.

00:16:16: Wenn's aber um politische Inhalte geht – um Inhalten, die wirklich unser Leben und unser Zusammenleben als Gesellschaft prägen und treffen, dann müssen diese Informationen stimmen!

00:16:27: Es gibt damit auch beispielsweise in der Redaktion da abba, kein einziges Presse Bild, das von KI bearbeitet ist.

00:16:36: Wir müssen ja auch eine Abgrenzung schaffen auf die man sich verlassen kann.

00:16:42: Und KI führt natürlich und wir sehen dass ihr auch in allen Medien Nutzungen, dass die Chatbots aber auch die KI Overviews, die wir ja alle vom Google Gemini oder ob das muss ja nicht nur a ChatGPD-Bot sein Dass diese zu sowas geworden sind wie digitale Tagesbegleiter Und insbesondere aber auch so etwas wie persönliche Lebensberater.

00:17:08: Hier findet doch eine Art Vereinzelung statt in der Art und Weise, wie wir Informationen aufnehmen und wahrnehmen – das ist ja immer die große Stärke dem gegenüber der Medien ein gemeinsamer Resonanzraum zu sein.

00:17:25: Gemeinsam zu sehen welche Themen gibt es eigentlich sonst noch auf der Welt?

00:17:31: Hier sehe ich in dieser Welt ohne Wahrheit tatsächlich eine große Gefahr für die Demokratie als solche, weil solche KI-Systeme können gut gekapert werden.

00:17:43: Sie sind an und für sich ideale Instrumente für Manipulatoren, für Autokraten – ich bleibe bewusst in der männlichen Form, weil es im Regelfall Männer sind auf der autokratischen Bühne!

00:17:55: Und beim Schreiben des Buchhäuser abschließend ist mir immer wieder Hannah Arendt in den Sinn gekommen, die ich auch als Student gelesen habe und die ja nach dem Zweiten Weltkrieg hochrelevant analysiert hat wie entstehen totalitäre Gesellschaften.

00:18:15: Was sind die Ursprünge?

00:18:17: Und ein wesentlicher Ursprung, den Arenddammes mit Blick auf Faschismus- und Nationalsozialismus identifiziert hat ist die politische Verlassenheit der Menschen.

00:18:28: Eine Art Isolierung, eine Zurückgezogenheit, einen Entfernen aus einem freien Miteinanderreden umgehen, miteinander kritisch sein können auch und das ist der perfekte Nährboden für Manipulation.

00:18:45: und hier sehe ich in der digitalen Welt eine starke Analogie zu ungeprüften KI-Anwendungen.

00:18:54: Ich plädiere für die Medienindustrie einerseits für trusted Content, also für glaubwürdigen Fakten basierten journalistisch gut recherchierten Content und Inhalt.

00:19:05: Und in dieser Logik betrachtet auch für trusted AI Die Anwendungen von künstlicher Intelligenz mit klaren Regelwerken, klaren Governance Policies damit wir eben nicht gefahr laufen endgültig in einer Welt zu landen wo wir alle nicht mehr genau unterscheiden können.

00:19:25: Was ist echt, was is fake?

00:19:28: Was is Lüge denn?

00:19:29: eines muss uns immer wieder klar vor Augen geführt werden radikale Politikerinnen und Politiker die Lügen erzählen wollen am Ende des Tages gar nicht dass wir diese Lügen glauben sondern das wir alle zusammen so verunsichert sind dass wir insgesamt sagen, wir können niemandem mehr trauen und brauchen jetzt aber diese berühmt-berüchtigte starke Hand die da mit einfachen Antworten Probleme löst.

00:20:01: Und wenn ich eines gelernt habe auch in meinem Berufsleben es gibt selten einfache Lösungen.

00:20:08: Es gibt Lösungen an denen man hart arbeitet Und die besten Lösungen erzielt man, wenn man gemeinsam an Dingen arbeitet und auch das ist ein wesentlicher Punkt für Kooperation.

00:20:25: Insight Impact So diese Karri-Chat-Pots sind da ja wirklich eigentlich ganz teufelische Maschinen weil sie im Prinzip nur zwei Dinge können.

00:20:40: Da promptest du was hinein dann geben Sie dir die Antwort die wahrscheinlichste Aneinanderreihung von Wort an Wort, was in den Trainingsdaten drinnen ist.

00:20:51: Jetzt der besten Fall ist das sozusagen einfach die Durchschnittsantwort aus der Stimme des Internets mit keine Ahnung, was da halt alles so drin ist an Diskurs.

00:21:02: oder du promptest halt mehr in die Richtung, die du haben willst dann bist aber sehr schnell im Gespräch mit dir selbst und völlig in einer Blase.

00:21:11: Das heißt, der KI Chatbot kann sozusagen manipulieren Einheitsbrei, Mainstream-Speise servieren oder dich ganz schnell in dieses Rabbit Hole hinunter schicken deiner persönlichen Theorien.

00:21:27: In dieser Isolation eben dann?

00:21:29: Genau!

00:21:30: Also es ist eine total faszinierende Technologie und es ist wie du sagst eine statistische Wahrscheinlichkeitsrechnung mit unglaublich starker Rechenleistungen unglaublich starken Ergebnissen.

00:21:46: Es ist natürlich, und das ist ja mein grundsätzlich total positiver Zugang zur Technologie und ebenfalls zu Generative AI ein ausnehmend revolutionärer Schritte hier gelungen ist.

00:22:01: Ich würde es auch so zusammenfassen Chatbots und Generative EI haben so etwas wie ein Dialogisches Wissen.

00:22:09: sie führen ja auch auf eine ganz spezielle Art und Weise den Dialog mit uns.

00:22:18: Man kann sich ja stundenlang hingeben im Dialog, aber sie haben kein faktisches Wissen beziehungsweise passiert ihr Wissen eben auf dem Input.

00:22:30: Und ich bin voll dafür all diese Technologien immer zu integrieren, Es gibt immer schon die Frage der Technologie, der Technikfolgenabschätzung und ich glaube der zentrale Punkt ist dass wir insgesamt als wirtschaftlicher Sicht darauf achten müssen das nicht schon wieder wenige globale Konzerne letztlich die gesamte Abschöpfung machen.

00:22:59: Und wie uns verhängen in allen Governance und sonstigen Themen sondern dass wir auch unsere Vorteile kapitalisieren können.

00:23:07: Das sind ganz bestimmt Effizienz-Themen.

00:23:10: Wiederholende Tätigkeiten, es gibt wunderbare Einsatzgebiete von KI auch im Coding.

00:23:15: Ich bin nur vorsichtig in der Anwendung im Kernbereich des Journalismus.

00:23:20: Es gibt auch in der journalistischen Produktion bei Beschlagwortungen und vielen Dingen wunderbare Einsatzgebiete.

00:23:30: Wir müssen nur immer im Auge behalten dass die Frage was ist überhaupt ein berichtenswertes Ereignis Was sind die Quellen?

00:23:37: Haben wir Quellenvielfalt, Quellenglaubwürdigkeit.

00:23:41: Da braucht es immer jungen in den Loop und das würde ich für mich KI- und Journalismus so zusammen fassen dass der sogenannte redaktionelle Upstreamprozess also das Schürfen nach Themen Die Quellenprüfung Immer journalistisch und intellektuell zumindest jetzt auf Sicht wo wir stehen bleiben wird Und der redaktionelle Downstream-Prozess, Auslieferung, Personalisierung, Bundling – wie kann man auch spannende Themengebiete zusammenführen?

00:24:11: Das ist natürlich hochgradig KI getrieben.

00:24:14: Auch Customers, Kaufentscheidungen hier besser für Medien zu verstehen und das finde ich eine vernünftige Art, KI hereinzuholen und auch für KI gilt.

00:24:27: Wir prägen den Begriff Cooperative AI dass wir Gerade bei KI ja nicht mehr in der Lage sind, dass die einzelnen Medienhäuser für sich selber Modelle entwickeln.

00:24:38: Sondern gerade in dieser digitalen und vor allem KI-Welt benötigtes gemeinsame Standards.

00:24:45: Es benötigt eine gemeinsame Sichtweise und vor allen ein gemeinsames Management und Durchführung von KI für die Medienindustrie.

00:24:55: Und das passiert ja auch stark wie die ABBA als Plattform der Medien.

00:25:01: Genossenschaft ist ein sehr verstaubter Begriff, finde ich.

00:25:04: In dem mittlerweile so verstaubs, dass ich ihn schon wieder irgendwie cool finde als einen eigenen Begriff.

00:25:09: Aber letztlich sind wir Plattformen Wo aber die Wertschöpfung bei den Teilnehmern bleibt?

00:25:15: Bei den Medien.

00:25:17: Wir saugen hier nichts rein Gewinnbringend ab Sondern spielen das wieder zurück!

00:25:22: Wir schütten auch das Geld zurück raus und wir... Das ist ja nicht nur Die Dividende hier als der Wertschöpfung Know-How Sharing, gemeinsame Lösungen zu arbeiten.

00:25:34: Das bringt uns definitiv in diesem Kooperationsansatz weiter und die Abbau ist ja letztlich fast einzige Blueprint in Österreich für kooperatives genossenschaftliches Wirtschaften in der Medienindustrie mit auch einem funktionierenden Geschäftsmodell.

00:25:53: Da wollte ich dich eh fragen, wann ist eigentlich die ABBA gegründet worden?

00:25:57: Und warum wurde die als Genossenschaft gegründen?

00:26:00: Würdest du sie wieder als Genassenschaft gründen?

00:26:03: Also eine Frage nehme ich sofort vorweg.

00:26:05: Ja!

00:26:06: Ich würde Sie sofort wieder als genossenschaft grunden.

00:26:08: und wenn es die ABBAS-Genossenschaft nicht gäbe man müsste sie heute gerade zu gründen aufgrund dieser eingangs beschriebenen Umfeldbedingungen der globalen Mitbewerber.

00:26:20: Die Geschichte von Nachrichtenagenturen ist insgesamt eine totalspannende und auch die Aufgaben, die sie heutzutage erfüllen.

00:26:28: Man kennt Nachrichten-Agenturen von ihrem Kürzel wenn man Onlinebeiträge liest.

00:26:34: da steht auf APA oder Reuters oder DPA.

00:26:37: aber Sie agieren im Hintergrund im Regelfall.

00:26:40: Sie liefern eben Nachrichten an die Medien aber auch an die Wirtschaften und an Institutionen.

00:26:46: Sie betreten aber nicht das Bito-Sie-Geschäft, das ist eben das Feld ihrer Eigentümer.

00:26:52: Und die Abba Selva in der Form als Genossenschaft im Eigentum der Medien ist aus dem Jahr nineteen sechsundvierzig gegründet worden mit Vorläuferorganisationen bis achtzehnneinundvierzig.

00:27:05: Sie ist die vierdelteste Nachrichtenagentur der Welt und als Genossen schafft sie nineteen sechsundviertzig.

00:27:12: Da ist natürlich der Link sehr nahe zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Befreiung vom Nationalsozialismus.

00:27:19: Sie ist gegründet worden nach dem Vorbild der amerikanischen Nachrichtenagentur EP Associated Press, die größte Agentur der Welt.

00:27:29: und bereits während des Krieges hat der amerikanische Kongress festgelegt das wann immer dieser zweite Weltkrig endet eine Entstaatlichung und Entnazifizierung von Europas Agenturen stattzufinden hat, vor allem der Deutschlands und auch Österreichs und auch Italien bis hin zu Japan.

00:27:54: Die haben alle eine ähnliche... Auch die Japaner sind so organisiert wie wir, die Italiener, die Deutschen auch im Eigentum der Medien.

00:28:02: Und das hat also diese Historie frappant ist.

00:28:06: Es gibt weltweit rund hundertvierzig Nachrichtenagenturen Und nur zwanzig sind so wie die APA privat in eben genossenschaftlich privater Hand und staatlich unabhängig.

00:28:17: Von den zwanziger sind elf in Europa, die anderen auf die Welt verteilt unter anderem Nordamerika mit den USA, Associated Press & Canada, Canadian Press... ...und an dieser Ecke ist eben auch ein Einsprungspunkt zur Frage, wie Autokraten agieren weil Bezug nehme ich noch einmal auf das Putin-Interview, die russische Agentur TAS.

00:28:43: Aber auch wenn wir nach China schauen zur chinesischen Agentur Chinois – die kennt man ja vom Name nicht – hat aber mit dreizehntausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Angestellte als alle unabhängigen europäischen Agenturen zusammen.

00:28:57: Das sind in der Zwischenzeit staatliche globale Propaganda-Instrumente.

00:29:04: die produzieren in bis zu zwölf Weltsprachen täglich in Text, Bild, Audio und Multimediaanwendungen.

00:29:12: Und versuchen laufend das Bild- und Image der jeweiligen autokratischen Länder auf der globalen Bühne in einer Art Kollision der Nachrichtenströme im Hintergrund zu korrigieren.

00:29:27: Das nimmt man in der Öffentlichkeit sehr wenig wahr aber Nachrichtenagenturen bestimmen sehr stark was wir jeden Tag in den Medien, auch in den sogenannten Sozialmedien konsumieren.

00:29:38: Und deshalb ist die Frage der Führung von Agenturen und wie sie organisiert sind von entscheidender Bedeutung für die Informationsgesellschaften, in der wir leben?

00:29:48: Ja und du bist jetzt ein Chef da aber!

00:29:53: Wie ist es Geschäftsführer in der Vorstand von einer solchen Genossenschaft zu sein?

00:29:58: Es unterscheidet sich das von einer Führungsdätigkeit in einem herkömmlichen Unternehmen.

00:30:03: Also in vielen Stellen unterscheidet sich es gar nicht und das ist wie jedes andere Unternehmen auch zu führen.

00:30:10: Es gibt Strategierweite, es gibt Management-Reporting ,es gibt Umsatzplanung, es gib Budgetplanung .

00:30:18: Es gibt die Gewinn-und Verlustrechnungen, die Bilanz.

00:30:22: also an dieser Ecke ist eine Genossenschaft grundsätzlich so wie wir sie begreifen und führen und auch gewinnorientiert fühlen sehr ident.

00:30:32: Und dann gibt es natürlich ein paar Spezifikate.

00:30:34: Vorher

00:30:35: hat das Gewinn orientiert, wohin gehen die Gewinner da ab?

00:30:39: Die Genossenschaften.

00:30:40: Also

00:30:41: die einzelnen

00:30:43: Mädchen unternehmen korrekt.

00:30:44: Die Genossen schaft und damit die Eigentümer da abbekommen.

00:30:48: Jede sie auch sofern das möglich ist und wir haben sie in den vergangenen Jahren auch immer sehr gut geschafft eine Dividende.

00:30:55: Das Schöne dieser Dividende ist, es ist ein funktionierendes Geschäftsmodell.

00:30:59: Weil die Mitglieder der ABBA-Genossenschaft, die Medien beziehen ja auch verpflichtend das Kooperationsprodukt, deren halber die ABBA gegründet ist – das nennt sich bei uns der ABBASIS-Dienst.

00:31:12: Das muss man sich so vorstellen und die Frage war ja von dir gestellt, warum gründet man das überhaupt so?

00:31:19: Wenn wir uns vorstellen, jeder von uns der diesen Podcast hört und jede von uns betreibt ein Medienunternehmen egal ob einem Podcast Radio Fan sehen ganz egal.

00:31:29: Und irgendwann kommen wir alle zum Schluss obwohl wir am Markt in Konkurrenz agieren ist es doch betriebswirtschaftlich nicht ganz so sinnvoll dass wir zur gleichen Pressekonferenz, Redakteurinnen und Redakteure entsenden oder dass wir alle die gleichen externe Quellen einkaufen gibt es viele Beispiele.

00:31:49: Und trotz unserer Konkurrenzsituation setzen wir uns also an einen Tisch und sagen okay an dieser Ecke hilft es uns allen wenn wir ein Gemeinschaftsunternehmen gründen das uns alle diese Arbeit abnimmt und wird damit wesentlich billiger das Gesamthaft produzieren können.

00:32:06: Und diese Basisarbeit ist der Basisdienst.

00:32:09: Das redaktionelle Kernprodukt der ABBA, das im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wir deutlich diesen genossenschaftlichen Grundauftrag stark technologie- und wachstumsorientiert interpretiert haben.

00:32:22: Die Mitglieder der ABPA und auch darüber hinaus viele Kunden beziehen eben diesem Basis-Dienst.

00:32:28: Sie bezahlen für diesen Basis Dienst natürlich und haben mit der Dividende eine großartige Gegenfinanzierung.

00:32:35: Das ist also wirklich ein funktionierendes Geschäftsmodell und dort gehen die Gewinne hin.

00:32:42: Die Unterschiede einer Genossenschaft zu einer klassischen Kapitalgesellschaft wie einer GmbH oder einer AG liegen natürlich unmittelbar schon im rechtlichen Rahmen, wir werden Beschlüsse gefällt.

00:32:54: auch wenn wir Gewinnen ausschütten sind wird dem Prinzip des Membervalues verpflichtet.

00:32:59: der Membervalue wird ja abgebildet durch den redaktionellen Dienst da aber Und der erste große Unterschied in dem Vorstand nach dem Aufsichtsrat gilt das Prinzip One Member, one vote.

00:33:12: Das ist also dieses klassische demokratische Prinzip.

00:33:15: Genossenschaften sind seitdemokratische Rechtsformen.

00:33:19: Ein weiterer Punkt liegt natürlich wenn es ums Management der Genossesschaft geht darin eine pluralistische Eigentümerstruktur sozusagen für diese Eigentümerstruktur, eine gemeinsame Agenda zu formulieren und Entscheidungen herzustellen.

00:33:36: Das ist also schon auch mit diplomatischem Geschick verbunden und das finde ich schon ein Spezifikum einen Unternehmen in Balance zu führen einerseits den Grundauftrag deret halber es ja die Appa überhaupt gibt oder eine Genossenschaft gibt zu erfüllen, neue Geschäftsfälle im Falle der Appa aufzubauen um auch dividendenfähig zu sein und all diese Interessen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen in dieser spezifischen Rechtsform.

00:34:10: Drittens muss man sagen, Genossenschaften agieren statutarisch und gesetzlich betrachtet in ihrem definierten Feld.

00:34:20: Sie können ja nicht einfach völlig neue Geschäftsfelder erschließen, das finde ich schon ist auch ein wichtiger Punkt.

00:34:30: InSight Impact Bei diesem Entwicklern von Member Value habe ich den Eindruck dass sie da schon aber sehr innovativ unterwegs

00:34:45: sind.

00:34:47: Es ist auch notwendig.

00:34:48: also wir müssen jetzt danach drachten den Memberwellio auch total zukunftsfähig interpretieren, würde man heute die ABBA gründen.

00:35:01: Dann würden die Mitglieder also die Medien ganz bestimmt in diesem Grundauftrag hinein schreiben multimediale Nachrichten überhaupt keine Frage.

00:35:10: sie würden aber gleichwertig hineinschreiben Digital- und Technologie Lösungen und deshalb ist die ABPA sehr bemüht und ich persönlich auch mit meinem Team sehr bemüht, dass wir laufend in die Innovation gehen.

00:35:24: Dass wir lauffend diesen Grundauftrag sehr sehr modern interpretieren und immer Lösungen einspielen, die wirklich aus dieser genossenschaftlichen, aus diesem Fördermodell-Gedanken heraus, diesem Grundauftrages heraus, diesen Bestmögliche entsprechen.

00:35:41: Ein spezifik Hunder Upper ist möglicherweise dass wir auch ganz dezidiert im Nicht-Mitgliedergeschäft tätig sind.

00:35:49: Also, wir bieten ja auch Pressespiellösungen wo wir Medieninhalte vermarkten und auch hier wieder Rückflüsse aus der rechtlichen Erlösteilung dieser Medieninhalt geht es viel um Copyright Themen an die Medien, an die Eigentümer zu rückspielen.

00:36:03: Wir sind auch Marktführer im Bereich von Presseinformationen.

00:36:06: Wir sind seit einigen Jahren auch größter aktionär in der Schweizer Nachrichtenagentur Weil der österreichische Medienmarkt ist dann doch seit Langem für uns erschlossen.

00:36:18: Es ist ja ein eher kleiner Markt und das Kernprodukt skaliert dann nicht weiter, nämlich die Redaktion.

00:36:27: Und damit ist unser Hauptexport.

00:36:28: Produkt ins Ausland sind IT-Dienstleistungen wo wir in den Nischee Medien und Kommunikation.

00:36:37: Wir haben eine IT-GmbH als Tochterfirma, wir haben auch Medienbeobachtung aus GmbH, doch der Firmen drunter.

00:36:45: also wir haben einige GmbHS drunter aber wo unser IT-Segment gleich groß ist wie die Redaktion?

00:36:52: Wir haben so eine sehr starke IT Software die eben auch für externe Kunden, auch für internationale Kunden in dieser Nische IT und Softwarelösungen anbietet.

00:37:06: Der entscheidende Vorteil dabei ist wir können Technologie und wir betreiben selber Redaktion- und Geschäftsprozesse in anderen Geschäftsfeldern Und das erhöht die Glaubwürdigkeit stark wenn man Geschäfte und Prozesse im Produktionsprozess kennt und auch für Drittmärkte zu produzieren.

00:37:28: Eine Genossenschaft, so wie sich die APA präsentiert ist eine total wachstumsorientierte Operation, eine Gewinn-und Ergebnisorientierte, eine international orientierte und das darüber hinaus in einem unglaublich spannenden und auch volatilem Umfeld aus Digitalplattformen nachrichten und KI-Lösungen für die Informationsgesellschaft.

00:37:57: Das ist also alles andere als vielleicht der Begriff Genossenschaft, da irgendwie mitschwingen lässt.

00:38:04: es ist ausnehmend aktives Wirtschaften und vor allem ein digitales Wirtschaften.

00:38:12: Es hört sich auch sehr komplex an.

00:38:15: Kannst du uns vielleicht einen Fall herausgreifen wo so etwas anschaulich und konkret beschreiben kannst, sozusagen was ist das für ein Projekt?

00:38:25: Was ist das bei einem Produkt?

00:38:26: Wer braucht es?

00:38:27: Was kann das und uns erzählen?

00:38:29: wie entstehen solche Ideen.

00:38:31: Was wer muss da alle zustimmen oder so zu sagen.

00:38:35: Wie geht die Reise bis dann?

00:38:38: so?

00:38:38: ein neues Angebot steht

00:38:39: also neben dem klassischen genossenschaftlichen kein produkt der Nachrichten wo unsere redaktion jeden tag vierhundert meldungen tausende fotos videos bilder.

00:38:52: Das ist unser Keingeschäft, das sich massiv laufend weiterentwickelt.

00:38:56: Darüber hinaus ein Beispiel ist die Austria-Video-Plattform.

00:38:59: Das ist eine professionelle Austauschplattform für die Medien wo die Medien wechselseitig Inhalte untereinander austauschen können und diese Inhalten dann auch werbevermarkt auf den Onlineportalen ausgespielt werden.

00:39:14: Und da steckt auch schon jegliche Komplexität drinnen.

00:39:17: es geht um die Plattform die man verfügbar halten muss.

00:39:20: Es geht um Report, Statistiken, es geht um Downloads und die Bewerbe-Bewirtschaftung dazu.

00:39:27: Also das sind per se immer komplexe Produkte.

00:39:32: Digital ist komplex.

00:39:34: alles was nach außen hin sei smart und einfach ausschaut ist ins Backhand betrachtet mit vielen Prozessen begleitet.

00:39:44: dafür Braucht es eine Willensbildung innerhalb der Mitglieder da ab?

00:39:50: Das ist ein zentraler Job, den ich zum Beispiel habe.

00:39:54: Zu entdecken gibt's eine Bedürfnislage nach Bewegtbild- und Beweggpiltaustausch... wo der OF-Beiträge einstellt, aber auch Servus TV andere und wo die privaten Publisher bringt und sonstigen Online Medien darauf zugreifen können.

00:40:09: Das sind ja auch Unternehmenspolitisch durchaus touchy Themen, die man hier betritt.

00:40:16: Und Teil dieser Komplexität und Teil des Jobs eines Chefs einer Genossenschaft ist das in vielen Gesprächen auch auszuterrieren und auszusteuern.

00:40:33: Das ist mitunter auch der vermeintlich mühsame Teil einer Genossenschaft, ich denke es ist schon wohl für die Genossenschaf zu bessere Entscheidungen weil mehr Menschen bedeilig daran sind das ist mühsam.

00:40:52: Demokratie ist auch anstrengend führt uns aber trotzdem zu einer besseren Gesellschaft und das muss man halt annehmen können, dass hier viel Kommunikationsarbeit und viel Überzeugungsarbeit notwendig ist.

00:41:06: Weil eines muss man schon sagen es ist ja nicht so, dass wir alle auf die Welt kommen und sagen Wir wollen jetzt der Kooperationsunternehmen bauen.

00:41:16: Kooperationen ist auch nichts was vom Himmel fällt sondern dass man erklären muss, legitimieren muss, vor Augen führen muss warum es ist cleverer in die Kooperation zu gehen.

00:41:28: Das ist also tatsächlich auch vom Energieaufwand der ganz spezielle Facette an diesen Job das Laufen weiterzutreiben und kommunizieren und Realitäten zu schaffen Mockups herzuzeigen.

00:41:42: Wie könnte es gehen?

00:41:45: Das ist durchaus ein auch steiniger Weg, überhaupt keine Frage über das ist diese Austria-Video-Plattform.

00:41:51: Ein zweites Beispiel ist Austria Media Key, ein gemeinsames Loginsystem für Österreichs Medien dass der ORF ja als proprietäres Loginstark eingebaut hat.

00:42:00: wer beispielsweise auf der ORf an, auf der TVDektes ORF einen Video schauen will dass wie ein Grimm mit dem Jugendschutz unterliegt und nur zwischen zwanzig und sechs Uhr in der Früh downloadbar ist, muss mit einer Registrierung einsteigen.

00:42:16: Das liefert die ABBA als Genossenschaft eine weitere Anwendung.

00:42:19: oder jetzt im Bereich KI bieten wir natürlich einen eigenen Text-Assistent Der ABBA an uns für unsere Mitglieder an.

00:42:29: Lektorat, Textvorschläge, Bilderkennungen all diese Dinge.

00:42:34: das Und der Hintergrund und die Logik ist auch für sich immer dieselbe.

00:42:40: Seit nineteenzechsundvierzig, die logik ist die selbe.

00:42:43: Ja spannend!

00:42:46: Ich glaube du hast vorhin ein großes Wort gelassen ausgesprochen nämlich wie du gesagt hast es geht darum Bedürfnislagen zu erkennen.

00:42:54: ich glaube das ist total wichtig bei der Führung von so einem Netzwerk Plattform Kollaborationsnetz Weil ich glaube, es ist ja nicht so das dann bei der Genereiversammlung die Mitglieder sein.

00:43:08: Und nächstes Jahr hätten wir bitte gerne eine Videoplattform oder?

00:43:11: Ja, ich versuche zumindest die App also zu führen dass wir selber aktiv als Management diese Themen und Innovationen proaktiv präsentieren.

00:43:21: Ich finde es immer besser wenn man hier selbst in einer aktiven Rolle und im Lead ist Und die Bedürfnislagen kann man ja nur dann erkennen, wenn man das Geschäft der Mitglieder versteht.

00:43:31: Also unser Geschäft und unser Denken ändert ja nicht daran was können wir den Mitgliedern geben sondern warum brauchen die Mitglieder das?

00:43:38: Wenn sie ihre eigenen Zielgruppen bedienen?

00:43:40: also es ist so etwas wie ein B to B zu Sie denken.

00:43:43: Das heißt wir müssen immer auch deren Geschäftsmodelle, deren Anforderungen Technologieanforderungen verstehen Und dann kann das gut gelingen, aktiv diese Themen anzusprechen und vor allem auf unterschiedlichen Stufen Gesprächsachsen herzustellen.

00:44:02: Auf unterschiedliche Stufen... Das ist ja nicht nur von Geschäftsführung zu Geschäftsführung sondern Produktmanager, Entwickler.

00:44:09: die sind ja ständig und müssen auch dann ständig im Austausch mit den Genossenschaftsmitgliedern sein.

00:44:16: Also das Ohr haben beiden Mitgliedern, aber gleichzeitig selber Ideen einbringen.

00:44:25: Absolut!

00:44:26: Ja doch aus sicheres Teil begreifen und das ist auch ein Spezifikum der Genossenschaft als Geschäftsführer in der Vorstand oder CEO hält man ja auch einen Genossenschafanteil um als funktionellen Vorstand- oder Aufsichtsratätik zu sein.

00:44:43: also man ist sie auch mit einem Anteil selbst beteiligt.

00:44:46: und ich finde insgesamt Unternehmerisch denken zu sein ist ja ohnehin auch das Gebot der Stunde in diesen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen wir uns alle befinden.

00:45:01: Was hast du da auf diesem Weg, irgendwelche Learnings?

00:45:06: Das würdest du jemanden mitgeben, der in einer endlich komplexen Führungsposition tätig ist, dass er sozusagen... also wie soll ich sagen, du bist ja auch der Angestellte!

00:45:20: Ja,

00:45:20: absolut.

00:45:22: Begreift mich als angestellter der Genossenschaft und auch in unserem Geschäftsfeld das Angestellte der Demokratie – das muss ich auch so offen sagen!

00:45:31: Wir bedienen ja als unabhängige Nachrichtenagentur sehr stark diese Rolle die Medien aus vierten Säulen einer Demokratie einnehmen.

00:45:41: also diese Verpflichtung ist eine autindrinsische Verpflichtungen die man hier spürt Lessons learned, ich denke wenn Menschen Interesse haben an Kommunikation unterschiedliche Player auch zusammenzuführen selber engagiert und unternehmerisch tätig sein wollen ist die Gedossenschaft die ideale Form sogar um sich hier selbst in eine persönliche Entfaltung zu bringen.

00:46:13: Wenn jemand da eher Sagt, ich möchte da lieber für mich alleine werken.

00:46:19: Ist es vielleicht nicht der richtige Ort?

00:46:24: Ja danke für dieses interessante Gespräch.

00:46:27: Clemens.

00:46:28: gibt's noch Themen die ich noch ansprechen soll eine Frage die auch gerne gestellt bekommen möchtest.

00:46:35: Also ich fühle mich wahnsinnig wohl im Gespräch mit dir weil wir hier am WU Campus und an deinem Institut diese Themen beleuchten.

00:46:43: Ich bin sehr dankbar dafür, dass es dieses Institut gibt weil und das ist vielleicht die Schlussbotschaft auch von mir.

00:46:52: Wir leben in einem Europa, das wirklich in einer Zeitenwende steht und in der Frage was ist zu tun glaube ich, dass wir alle eigentlich sehr gute Antworten haben?

00:47:04: Die Frage nach dem war's halte ich gar nicht für die schwierigste Frage.

00:47:10: ist meines Erachtens die Frage nach dem, wie bewerkstelligen wir das?

00:47:15: Wie kann das jetzt gelingen?

00:47:18: und hier ist das kooperative Prinzip in der Wirtschaft eine wirklich zentrale Schlüsselantwort auf die wir alle noch wesentlich besser hinweisen können.

00:47:29: Und deshalb danke ich dir und es ist auch mein Schlussstatement Die Zukunft In der Wirtschaft gehört der Kooperation.

00:47:36: Danke für dieses sehr inspirierende einen hoffnungsgebenden

00:47:42: Gespräch.

00:47:43: Ich danke dir!

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